Ein Flanger dupliziert Dein Eingangssignal und gibt dann beide Signale zusammen, jedoch mit einer leichten Phasenverschiebung und einer leichten Verzögerung (Delay) wieder. So entsteht der charakteristische, schwebende Klang.
Flanger-Effekte wurden zuerst dadurch erzielt, dass ein Signal gleichzeitig auf zwei separaten Bandmaschinen aufgenommen wurde und das Ausgangssignal beider Geräte manipuliert wurde, während auf eine dritte Maschine aufgenommen wurde. Das von den beiden ersten Bandmaschinen kommende Ausgangssignal wies immer leichte Phasenverschiebungen auf — was im Wesentlichen das ist, was von einem Phase-Shifter-Pedal simuliert wird.
Um einen Flanger-Effekt zu erzielen, tippte der Toningenieur immer wieder den Rand einer der Bandspulen (engl. „flange") an, um die Spule abzubremsen und die Signale sozusagen „aus dem Takt zu bringen". Deshalb klingen Flanger-Effekte so sehr nach einem Phaser, abgesehen natürlich von dem markanten, schwebenden Kammfiltereffekt, der dadurch hervorgerufen wird, dass nicht nur die Phase, sondern auch die Geschwindigkeit manipuliert wird.