Ibanez stellt neue AZ-Serie vor

Die NAMM Show in Anaheim öffnet im Januar ihre Pforten und traditionell präsentieren alle Hersteller ihre neuen Kreationen und Produkte im Rahmen der Show. Wir durften allerdings im Dezember bereits einen Blick auf alle neuen Ibanez Gitarren und Bässe werfen bei unserem Besuch im Ibanez Germany Hauptquartier bei Meinl Distribution.

Während wir uns in den vergangenen Jahren an die alljährliche Modellpflege und -überarbeitung des japanischen Traditionshersteller gewöhnt hatten, haut uns Ibanez in diesem Jahr allerdings aus den Socken. Allem voran mit der brandneuen AZ-Serie. Ein Projekt, in das Ibanez viel Recherche und Entwicklungszeit gesteckt hat, um ein vollkommen neues Modell zu kreieren, welches eine breite Masse an Gitarristen ansprechen dürfte.

Die AZ-Serie besitzt ein neues Korpus- und Hals-Design, eine neue Kopfplatte, hochwertige und speziell entwickelte Hardware und zudem exklusiv von Seymour Duncan kreierte Pickups. Der Korpus ist ergonomisch geformt und am Halsübergang für optimalen Zugriff auf die höheren Bünde gefertigt. Das Halsprofil ist “Ibanez-untypisch” etwas kräftiger und darf als Oval-C Profil betitelt werden, während es aber Richtung Korpus etwas flacher wird. Eine Breite von 42mm am Sattel erinnert eher an Vintage-Modelle, was durch den 12” Griffbrettradius abgerundet wird.

Apropos abgerundet: Nicht nur hat Ibanez die Griffbrett-Seiten gerundet für ein geniales Spielgefühl, sondern die AZ-Serie kommt auch mit Edelstahl-Bünden und Luminlay Side Dots. Darüber hinaus verwendet Ibanez ein neues Verfahren, um Hals und Griffbrett zu “rösten”. S-Tech nennt sich die Kammer, in der alle Hölzer nach einem speziellen Verfahren getrocknet und bearbeitet werden. Dies sorgt für mehr Stabilität, verbessert Sustain und Attack und sieht ganz nebenbei auch noch ziemlich sexy aus.

Ebenfalls für mehr Stimmstabilität sorgt ein eigens für die AZ-Serie entwickeltes Tremolo-System namens T1802, welches auf dem Gotoh 510 basiert, allerdings einige Verbesserungen mit sich bringt. Mit Titanium-Reitern, einem massiven Stahl-Sustainblock und schmalem String-Spacing klingt und spielt es sich sehr gut.

Die in Kooperation mit Seymour Duncan entwickelten Hyperion-Pickups sollen eine große Bandbreite an musikalischen Genres abdecken und konnten beim Antesten absolut überzeugen. Zudem reagieren sie sehr dynamisch auf den Anschlag, egal ob mit Plektrum oder Fingern. Bei verzerrten Sounds klaren sie außerdem schön auf, wenn der Volumenregler heruntergedreht wird. Hierbei sei noch erwähnt, dass Ibanez je nach AZ-Modell entweder 9 oder 10 verschiedene Tonabnehmer-Kombinationen eingebaut hat. Klanglich ist man also wirklich mehr als flexibel.

Die Modelle

AZ2402

Aus der Prestige-Serie kommt die 24-bündige AZ2402 mit der vollen Bandbreite an Features, inklusive Erle-Korpus, Knochensattel und Prestige-Koffer. Bei den Farben stehen Ice Blue Metallic und Tri Fade Burst zur Auswahl.

AZ2204

Die AZ2204 kommt ebenfalls aus der Prestige-Familie, besitzt aber 22 Bünde und eine HSS Tonabnehmer-Bestückung. Dieses Modell gibt es lediglich in Ice Blue Metallic.

AZ2204F

Ebenfalls mit 22 Bünden und HSS Tonabnehmern, aber zusätzlich mit Flamed Maple-Decke.

AZ242F

Die AZ242F kommt aus der Premium-Serie und teilt sich viele Features mit den Modellen der Prestige-Serie. Abweichend sind nur der Linde-Korpus, ein TUSQ-Sattel, das Premium-Softcase und die Tatsache, das Ibanez Premium-Instrumente in Indonesien gefertigt werden und nicht in Japan. Dafür kommt die AZ242F in einem aufregenden Tequila Sunrise Gradation Finish.

AZ242BC

Dank CITES gehören Palisander-Decken bei Ibanez der Vergangenheit an. Das schöne Deckenholz der AZ242BC hört auf den Namen Bocote und kommt im Deep Expresso Burst Finish schön zur Geltung. Die sonstigen Features sind mit der AZ242F identisch.

AZ224F

Auch die AZ Premium-Serie besitzt ein 22-bündiges Modell. Die AZ224F kommt mit HSS-Bestückung und Flamed Maple-Decke in zwei aufregenden Farben: Blue Iceberg Gradation und Brown Topaz Burst.

AZ MM1

Auch ein Signature-Modell gibt es in der AZ-Serie schon. Ausnahmegitarrist Martin Miller bekommt eine Gitarre mit Mahagoni-Korpus, Flamed Maple-Decke und einem leicht abweichenden Halsprofil. Alle anderen Features decken sich mit denen der Prestige-Modelle.

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