Wenn man Gitarristen nach ihrem Lieblingspedal fragt, zeigen sie vielleicht auf ihren Always-On-Drive, oder zu einem in Ehren gehaltenen Vintage-Gerät – durchaus logisch, für die von uns mit den Optionen eines Normalsterblichen.
Andy Martin hingegen hat mehr Demos von Pedalen gemacht als er sich erinnern könnte – von Vintage-Fündstücken der besten ihrer Klasse, bis hin zu den brandheißesten Boutique-Bodentretern. Wenn man ihn nach seinen Favoriten fragt, kann man also davon ausgehen, dass man eine kompetente Antwort bekommt.
In unserem Video oben – dem ersten einer zweiteiligen Serie – schaut sich Andy die ersten seiner All-Time-Favorites an.
Nr. 5: Vox King Wah
Den Einstieg auf Platz fünf macht das Vox King Wah. Das zweite jemals von Vox hergestellte Modell war das erste, bei dem man sich von dem Gedanken verabschiedete, dass Trompeter die Hauptzielgruppe sein würden. Andys Vintage King Wah wurde oft kopiert und ist einer seiner begehrtesten Pedale — vor allem wegen des "Stack of Dimes" Induktors, der seinen Sound von anderen Wahs unterscheidet.
Wenn ihr kein Vintage-Gerät wollt, oder etwas erschwinglicheres sucht, empfiehlt Andy das Vox V847A Wah oder einen Klon eines grauen Vox Wah, wie den, den Andy sich von Wilson Effects geholt hat.
Nr. 4: Catalinbread Belle Epoch Deluxe
Obwohl Andy das original EP-3 Echoplex gespielt und geliebt hat, fällt die Wahl seines viertliebsten Pedals auf das Catalinbread Belle Epoch Deluxe. Diese Variante der Echoplex-Schaltung bietet reichhaltige Echos und analoge Wärme ohne das Rauschen und den Aufwand von Tape – und kommt zusätzlich noch mit einer Reihe praktischer moderner Features.
"Eine der Sachen, die ich an diesem Pedal liebe, ist, ein bisschen von der Preamp-Zerre und ein wenig Slapback-Delay zu nehmen, um ein Solo aufzublasen – anstatt einen Boost oder andere Zerrer zu benutzen", sagt Andy.
Nr. 3: Op-Amp Big Muff
Nr. 3 auf Andys Liste ist dann ein richtiger Vintage-Favorit, da er ein glücklicher Besitzer eines originalen Op-Amp Big Muff aus den 1970er Jahren ist. Heiß begehrt und oft geklont – aber nichts übertrifft den Fuzz des echten Pedals.
"Ich habe mich für das Op-Amp Big Muff entschieden, weil es ein wirklich vielseitiges Pedal ist. Man kann es mit Singlecoils oder Humbuckern verwenden, und die Op-Amp-Schaltung räumt die Bässe schön auf und hilft mir wirklich bei meinem Finger-Style-Spiel. Es ist also besser für meinen Geschmack geeignet", sagt er.
Wenn ihr ein Op-Amp Big Muff ohne den Vintage-Preis ausprobieren möchtet, könnt ihr es mit der kürzlich veröffentlichte Op-Amp Big Muff Pi Reissue versuchen.
Welche Pedale belegen die obersten Plätze von Andys Liste? Um das rauszufinden, müsst ihr nächste Woche wieder reinschauen.
- Amp: Fender ‘65 Deluxe Reverb Reissue
- Gitarren: Gibson Custom CME Les Paul, Suhr Classic Antique
- Anderes Pedal: Thorpy The Dane (Overdrive-Sounds)
- Aufnahmeequipment: Universal Audio Apollo 8 QUAD, Royer R-121
- Saiten: Ernie Ball 2720 Slinky Cobalt .010 - .046
- Keine Plektren