5 Fuzz-Pedale von deutschen Pedalbauern

Fuzzes gibt es wie Sand am Meer. Kein Wunder! Denn ist man als Gitarrist einmal auf den Geschmack gekommen, beginnt meist die leidvolle Suche nach dem einen perfekten Fuzz-Sound. Etliches wird ausprobiert, von alten russischen Big Muffs über Fuzz Face Klone bis hin zu edlen Boutique-Fuzzes aus Übersee, die man mühsam importieren muss. Doch warum macht man es sich so schwer, wenn es auch einfacher geht?

Wir haben euch ein bisschen Arbeit abgenommen und eine Auswahl von 5 unterschiedlichen Fuzz-Typen zusammengestellt. Das Beste ist: Die Pedale stammen allesamt von kleinen deutschen Herstellern, wo echte Handarbeit und Liebe zum Detail noch groß geschrieben werden. Also nicht in die Ferne schweifen, sondern den Blick auf diese brachialen Fuzz-Boxen lenken.



KMA Audio Machines Fuzzly Bear
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KMA Audio Machines Fuzzly Bear

Los geht’s mit einem fast vergessenen Klassiker in neuem Tiergewand. Die Rede ist vom Fuzzly Bear des Berliner Boutique-Herstellers KMA Audio Machines. Das Pedal ist im Kern eine Kopie des alten Jordan Boss Tone aus den Siebzigern, das damals allerdings aufgrund der schwach ausgeprägten Bass-Frequenzen keinen durchschlagenden Erfolg hatte.

Genau hier setzt der fuzzige Bär an: Das Low-End bleibt dank eines cleveren Schaltkreises stets erhalten. Mit Hilfe des mittleren Reglers wird der Bias geregelt, entgegen des Uhrzeigers gibt es dünne, knochige Fuzz-Klänge, während ganz rechts ordentlich “Fleisch” und eine satt gefütterte Wall of Fuzz warten. Mit dem Gain-Regler sind zudem bei Rechtsanschlag auch schöne Gated-Fuzz-Sounds machbar. Der Fuzzly Bear ist also ein enorm vielseitiges Tier, das das Zeug zum einzigen Fuzz auf dem Board hat.



JPTR FX Silbermaschine
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JPTR FX Silbermaschine

Was ein Brecher! Dieses außerordentlich schicke, silberne Pedal von JPTR FX kannst du selbst mit sehr großen Füßen und Cowboy-Stiefeln kaum verfehlen. Die zwei oberen Regler kontrollieren zwei parallel geschaltete Gain-Stages, wodurch eine riesige Palette von Fuzz-Sounds zur Verfügung steht. Dabei ist alles möglich von knarzig und zerbrechlich bis hin zur vollen dynamischen Breitseite! Selbst abgedrehte Filter-Spielereien und dreckige oktavierte Solo-Melodien sind damit kein Problem. Zusätzlich lassen sich auch noch klassische Tonebender und Fuzz Face Sounds mit den 3 Reglern einstellen. Wenn das nicht vielseitig ist, weiß ich auch nicht.



Ground FX Koloss
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Ground FX Koloss

Alle Big-Muff-Fans kennen das Problem: Spielt man die Boxen alleine zuhause machen sie mächtig Dampf und man freut sich schon auf den nächsten Auftritt oder die nächste Probe. Doch, oh Wunder, auf einmal ist der vormals noch so mächtige Sound kaum noch im Band-Mix zu finden. Das liegt an den kaum vorhandenen Mitten der traditionellen Muff-Schaltkreise.

Der Koloss von Ground FX hat sich diesem Problem mit einem eigenen Mitten-Regler angenommen. So setzt sich das Fuzz stets optimal im Mix durch und geht nicht verloren. Der zusätzliche Saturation-Regler lässt dich zudem ganz einfach einstellen, wie fett der Muff-Sound sein soll. Dank des Blend-Reglers eignet sich das Pedal zudem auch wunderbar für Bassisten, die ihrem Sound ein bisschen cleanes Signal beimischen möchten. Standardmäßig sind 2 Silicon-Zerrstufen im Schaltkreis aktiv. Der besondere Clou liegt jedoch im dritten Schaltkreis, der sich über einen eigenen Fußschalter aktivieren lässt, wodurch zusätzliche Germanium-Dioden für mehr Bässe und einen noch fetteren Sound sorgen.



Orion Effekte Wildkraut Fuzz
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Orion Effekte Wildkraut Fuzz

Jan von Orion-Effekte ist absolut vernarrt in Fuzz-Boxen. Zum 10-jährigen Jubiläum seiner feinen Pedalschmiede hat er deshalb das 10-Fuzz rausgebracht, das mit seinem simplen 1-Regler-Layout ein wahnsinnig großes Angebot an Zerre in petto hatte. Das Wildkraut-Fuzz ist eine Weiterentwicklung dieses beliebten Silicon-Fuzzes. Durch die hinzugefügten Regler für Bass und Höhen hast du eine noch präzisere Kontrolle über die Frequenzen deines Signals. Mit den Potis für Dämpfung und Sättigung wächst das Wildkraut zu einem kleinen fragilen Pflänzchen oder zu einem riesigen überbordenden Ungeziefer an. Von knochig bis fett und dynamisch ist hier alles drin, sogar dreckige Oktav-Sounds!



Ohmless Pedals Boar Fuzz
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Ohmless Pedals Boar Fuzz

Die schicke schwarze Box von Ohmless Pedals aus Oberbayern ist das zweite Fuzz-Tier in dieser illustren Runde. Das Wildschwein, beziehungsweise Boar auf Englisch, kommt in einem schicken schwarzen Gehäuse mit einem Polygon-Tier auf der Oberseite daher. Neben den klassischen Reglern für Volume, Tone und Sustain, die man von den meisten Fuzz-Pedalen kennt, sorgt vor allem der rote Bias-Regler für die besonderen Momente. Damit lässt sich die Stromspannung der verbauten Transistoren einstellen, wodurch sich der Gesamtsound des Fuzzes dramatisch verändert. Fette Distortion für die Rhythmus-Gitarre oder doch lieber singende Fuzz-Sounds für das Solo? Alles kein Problem für dieses wilde Waldtier. Im Inneren befindet sich zudem noch ein Trimpoti, mit dessen Hilfe du den Grad der Zerre noch feiner auf deine Sound-Bedürfnisse anpassen kannst.

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