Video: Nachbildung der Drums aus "In The Air Tonight" von Phil Collins

Es muss wohl kaum mehr gesagt werden, lässt sich aber trotzdem immer wieder feststellen: Phil Collins' Drums auf "In the Air Tonight" sind ikonisch. Das 1981 veröffentlichte Stück ist ein Song, den so ziemlich jeder kennt, und dessen Schlagzeug-Einsatz die meisten schon mal nachgeahmt haben. Heute werden wir euch zeigen, wie ihr ihn nicht bloß nachahmt, sondern absolut auf den Punkt bringt.

Tontechniker Noam Wallenberg und Schlagzeugerin Jessica Burdeaux haben sich in den letzten Wochen für eine Reihe von Videos zusammengetan, die zeigen, wie man den Sound verschiedener Künstlerinnen und Künstler nachahmt — von der Equipmentwahl über die Mikrofonplatzierung bis hin zu den Mischtechniken. Bisher haben sie die effektgeladenen Beats von The Smiths, den berühmten LinnDrum-Sound von Prince mit einem Akustik-Kit und Stadion-Stars der 80er Jahre wie Heart und Kate Bush nachgebildet.

Die heutige Auseinandersetzung mit Phil Collins beginnt mit einem Gretsch Square Badge Drum-Set mit zusätzlichen Toms — 10 Zoll, 12 Zoll, 13 Zoll und zweimal 16 Zoll — bei denen alle Resonanzfelle entfernt wurden. Zu diesem Kit gesellt sich eine stark gedämpfte Ludwig Supraphonic Snare.


Gear aus diesem Video

Wie Noam erläutert, stammt der Sound von "In The Air Tonight" von gegateten Raum-Mikrofonen. "Das geschah versehentlich während der Aufnahmen vom [Peter Gabriel]-Song 'Intruder', bei dem sie ein Talkback-Mikro hatten, das sehr stark komprimiert (damit man hören konnte, was im Aufnahmeraum gesagt wurde) und gegatet war, damit es nicht ständig mit lief. Als Phil Collins dann anfing Schlagzeug zu spielen, klang es so, wie nichts je zuvor."

Ein Gate auf Raummikrofone anzuwenden erleichterte es, bestimmte Teile des Drumkits zu isolieren und individuell zu bearbeiten, ein Effekt der in den 80er Jahren weit verbreitet und stark genutzt (und missbraucht) wurde. Für "In the Air Tonight" verwendete Collins ein Gate an jedem einzelnen Mikrofon des Kits und komprimierte jedes einzelne davon sehr stark.

Der daraus resultierende Sound wurde oft kopiert und viele Toningenieure und Effektbauer haben versucht, ihn mit verschiedenen Hardware-Hall-Effekten nachzubilden. Seht euch unbedingt das vollständige Video oben an, um zu sehen, wie Noam und Jessica diesen klassischen Sound rekonstruieren, und klickt auf eines der Geräte oben, um hier auf Reverb nach eurem eigenen Exemplar zu suchen.

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