Lapsteels werden in den letzten Jahren immer beliebter. Egal ob Tüftler im Homestudio oder experimentelle Musiker auf der Suche nach was Neuem, alle lieben die Drones und Swells, die mit einer Lapsteel und einem Pedalboard entstehen können.
Für alle, die das Instrument ein bisschen besser kennenlernen möchten, haben wir unseren norwegischen Freund Eirik von Livingroom Gear Demos gebeten, uns eine kleine Einführung in die Welt der Lapsteels zu präsentieren.
Zuallererst brauchst du natürlich ein passendes Instrument. Eirik empfiehlt unter den momentan verfügbaren, günstigen Instrumenten die Gretsch G5700.
Wenn es etwas ausgefallener sein darf, kannst du auch eine Reihe von echten Vintage-Instrumenten von Gibson, Supro, Harmony für recht günstige Preise finden. Da die Lapsteels in den 40ern und 50ern weitaus beliebter waren als sie es heute sind, gibt es immer noch eine ordentliche Auswahl an erschwinglichen alten Modellen auf dem Markt. Oder kurz gesagt: Du kannst hier auf Reverb echte Schnäppchen machen..
Du brauchst auf jeden Fall ein Tonebar, um Lapsteel zu spielen. Modelle wie dieses hier von Dunlop gibt’s in unterschiedlichsten Ausführungen, die alle wie ein normales Slide funktionieren. Zusätzlich kannst du dir noch Daumen- und Zeigefingerpicks besorgen, aber die bloßen Hände tun es auch.
Der Amp ist nicht so entscheidend. Eirik empfiehlt einen Transistoramp mit viel Watt wie den Peavey Nashville. Allerdings musst du dir fürs Lapsteel-Spielen auf keinen Fall einen neuen Verstärker zulegen, wenn dein jetziger amtlich klingt.
Und natürlich kannst du auch Pedale beim Lapsteel-Spielen benutzen. Volume-Pedale wie das Ernie Ball 6180 sind besonders hilfreich, da du hiermit spannende Swells erzeugen und die Härte des Anschlags ein wenig ausblenden kannst. Ebenfalls sehr geläufig ist ein Compressor vor dem Volume-Pedal, sowie Overdrive und Reverb danach.
Wenn du das komplette Equipment beisammen hast, kannst du dir ein Tuning aussuchen, das deinen Sound maßgeblich beeinflussen wird. Es gibt viele geläufige Tunings, wobei C6 sehr beliebt ist (C-E-G-A-C-E). Anfänger nutzen gerne offene Tunings wie Open-E (von oben nach unten: E-H-E-G#-H-E).
Der Vorteil von einem Open-Tuning ist das einfache Akkord-Spielen, wodurch sich Gitarristen schnell zu Hause fühlen. Egal mit welchem Tuning du anfängst, probiere auf jeden Fall auch weitere Varianten aus. Und probiere auf jeden Fall auch verschiedene Anschlag- und Pickingtechniken sowie Solo-Melodieläufe.
Schau dir das Video oben an, um mehr übers Lapsteel-Spielen zu erfahren. Unten findest du zudem weiterführende Links rund um dieses faszinierende Instrument.