Hier bei Reverb haben wir mit vielen schönen, seltenen Gitarren zu tun, die über unsere Seite den Besitzer wechseln. Anlässlich der großen Jahresrückblicke ergreifen wir die Gelegenheit, uns ein paar der bemerkenswertesten Vintage-Gitarren auf Reverb genauer anzuschauen.
Unten findest du die zehn seltensten, coolsten Sechssaiter, die 2017 gehandelt wurden. Allerdings deckt unsere Top 10 sicher nicht alles ab, weshalb wir weitere Highlights in einer zusätzlichen Fotogalerie aufführen.
Siehe dir einige unserer Favoriten an und teile uns in den Kommentaren mit, welche Gitarre du für die Beeindruckendste hältst.
Diese '58 Korina Flying V war die teuerste (und mutmaßlich coolste) Gitarre, die dieses Jahr bei Reverb verkauft wurde. Mike Teppe von Acme Guitars in St. Louis hat sie verkauft. Er ließ uns wissen, dass der Verkauf dieses Museumsstücks so etwas wie ein krönender Abschluss seiner Karriere ist, da er sich bald zur Ruhe setzen will.
Für all diejenigen, die mit diesen legendären Gitarren wenig anzufangen wissen: Die Flying V und ihr Gegenstück, die Explorer, wurden in den späten 1950ern in extrem limitierter Auflage produziert. Unkonventionellerweise aus Korinaholz gefertigt und mit originalen Gibson P.A.F. Humbuckers ausgestattet, wurden in der ersten Auflage vermutlich weniger als 100 Vs produziert, weshalb sie auf dem Spitzenplatz unserer Liste der meistbegehrten Vintage-Gitarren landet.
Für Vintage-Fender-Sammler (und Strato-Sammler im speziellen) können Anpassungen aus der Fender-Fabrik die Attraktivität eines Instruments maßgeblich verstärken. Während eine 1965 Sunburst-Strat (aus dem übergangsjahr des CBS-Aufkaufs) etwa um die $10.000 (€8.500/ £7.500) wert ist, kann für Gitarren mit raren Finishes (etwa Candy Apple Red oder Lake Placid Blue) das Doppelte oder gar Dreifache erzielt werden.
Diese Gitarre wiederum besitzt ein Firemist Gold-Finish - eine der seltensten Fender-Spezialfarbmischungen überhaupt -, was sie zu einer der teuersten Strats macht, die 2017 verkauft wurden.
In der Vintage-Akustikgitarrenszene werden keine Sechssaiter so begehrt wie die Martin Dreadnoughts aus der Vorkriegszeit, etwa die D-18 und die D-28. Jene Gitarrengeneration ist zur Blaupause für die Mehrzahl der nachfolgenden Stahlsaiten-Akustikgitarren geworden. Bis heute ist sie enorm populär.
Diese 1937 D-18 weist alles vor, was Sammler an diesen Instrumenten lieben: Ihren massiven Mahagonikorpus und den seicht zulaufenden, irgendwie V-förmigen Hals.
Wie bei Reverb üblich, haben wir auch 2017 zumindest eine oder zwei originale Les Paul „Bursts“-Verkäufe gesehen. Wie die oben erwähnte Flying V stammen diese Gitarren aus der Hochphase der Gibson-Innovation und stehen auf der Vintage-Gitarren-Beliebtheitsskala ganz weit oben.
Der Hals dieser Burst - verkauft von Rumble Seat Music - wurde übrigens irgendwann neu gemacht. Somit sind nur der Korpus und die lebensnotwendige Hardware und Elektronik aus den 50ern. Wichtiger für Vintage-Les Paul-Käufer jedoch ist das Auffinden eines stark geflammten Ahorntops - worüber dieses Instrument nun sicherlich verfügt.
Neben der Telecaster, Telecaster Custom, Esquire und diversen anderen Varianten des Fender-klassischen Singlecut-Designs treiben sich noch viele weitere Tele-förmige Vintage-Gitarren auf Reverb herum. Die ursprüngliche Broadcaster (der Name der Tele im ersten Produktionsjahr) steht dabei ganz oben auf der Wunschliste.
Frühe Telecasters und Broadcasters sind auf dem Vintage-Markt derzeit ganz besonders begehrt, und dieses Exemplar im Topzustand und mit komplett originaler Ausstattung ist das prächtigste Stück, das uns unter die Augen gekommen ist.
In den 1950ern hat Gretsch seine Gitarren mit jeder Menge Extras und viel draufgeklatschtem Kosmetik-Brimborium ausgestattet. Die Round Up dient als gutes Beispiel. Sie kommt mit einer gepolsterten Lederausstattung entlang der Korpuskante und einer Brücke im Westernlook daher, das wie eine Honky-Tonky-Gürtelschnalle aussieht.
Sowieso schon selten, fehlte diesen Gitarren darüber hinaus bei der Markteinführung häufig eine dieser Originalkomponenten. Diese Gitarre allerdings besitzt noch all ihren Country- und Westerncharakter und ist, was ihren Zustand angeht, kaum zu toppen.
Archtop-Meister John D‘Angelico hat zu Lebzeiten etwa 1150 Gitarren gefertigt. Dieses 1951er Excel-Modell ist ein Paradebeispiel seiner Arbeit. Selbst wenn das sicher nicht die einzige D‘Angelico-Gitarre ist, die dieses Jahr verkauft wurde, ist die Excel garantiert die edelste, weil sie D‘Angelicos Anbringungen und Fertigungsmethoden perfekt ins Licht rückt.
Das Angebot hier ist so besonders, weil sich das Instrument in so hervorragendem Zustand befindet. Ursprünglich von einem Schullehrer aus dem amerikanischen Südwesten erworben, stand diese Gitarre beinahe ein Jahrhundert im Schrank, nur um dann im Beinahe-Fabrikzustand wiederentdeckt zu werden.
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Die meisten Musiker sind heutzutage mit den Rickenbackers vertraut, die die Beatles und später Tom Petty berühmt gemacht haben. Aber in den 50ern und frühen 60ern brachten die Kalifornier eine Reihe experimenteller Gitarren heraus, von denen sich einige durchgesetzt haben und manche nicht. Das 335F-Modell ist eine der selteneren Rickenbackers, die dieses Jahr verkauft wurden. Sie besitzt einen konventionelleren Single-Cutaway-Korpus als bei alten wie neuen Rickenbackers sonst üblich.
Sammler halten normalerweise nicht nach Vintage-Mustangs Ausschau. Allerdings waren die meisten Vintage-Mustangs auch nicht im Besitz und in den Händen von Leo Fender höchstselbst. Das ist bei vorliegendem Exemplar der Fall, das in zahlreichen Büchern erwähnt wurde, wie du im Angebotseintrag sehen kannst. Es besitzt diverse Prototyp-Innovationen direkt aus Leos Händen, z.B. eine dreischraubige, neigungsverstellbare Halsplatte und ein Tremolosystem, das anscheinend nie aus dem Entwicklungsstadium herausgekommen ist.
Wie schon gesagt: Das hier ist lediglich eine kleine Auswahl fantastischer Vintage-Gitarren, die 2017 auf Reverb verkauft wurden. Schaue dir unten noch ein paar weitere Favoriten von uns an.



























