Du hast Fotos deines Artikels geschossen. Jetzt musst du dem Artikel, den du auf Reverb verkaufen möchtest, einen Namen geben.
Das klingt alles noch recht einfach, richtig?
Hersteller, Modell, Baujahr, Finish und Zustand — das „Etikett" deiner Ware — sollte optimal zusammengestellt sein, und zwar nicht nur, um kleinkarierte Erbsenzähler zufriedenzustellen. Diese Angaben sind wichtig für die Suche: Sie entscheiden darüber, wer deine Anzeige finden kann und wie viele Nutzer sie letztlich anklicken.
In diesem ersten Teil unseres Beitrags „Wie du eine Reverb-Anzeige richtig aufbaust" befassen wir uns mit den „Was"-Informationen, die ganz oben auf der Anzeigenseite erscheinen und möglichst große Aufmerksamkeit erregen und dementsprechend viele Klicks potenzieller Käufer generieren sollen.
Marke ist der Name des Herstellers — nicht mehr und nicht weniger
Viele Verkäufer tragen in dieses Feld zu viele Informationen ein. Hier sollte nur der Name des Herstellers stehen, für gewöhnlich bestehend aus ein oder zwei Wörtern.
Der Verkäufer im untenstehenden Beispiel hat in dieses Feld „Gibson Custom Shop ES-137" eingetragen. Diese Angaben beschränken sich nicht darauf, wer der Hersteller der Gitarre ist. Hier sollte nur „Gibson" stehen.
Das Beispiel darunter zeigt, wie der Eintrag im vorliegenden Fall aussehen sollte.
Nur zum Verständnis: Für Reverb ist beispielsweise „Fender Custom Shop" nichts anderes als „Fender". Man sollte also generell die einfachste Markenvariante wählen. Wir verwenden Markennamen so, wie es die meisten Menschen in einer Unterhaltung tun würden, es sei denn, ein Hersteller legt selbst Wert auf eine Unterscheidung.
Hier gibt die Beschriftung am Produkt in der Regel Aufschluss. Steht auf der Kopfplatte „Squier", dann schreiben wir „Squier", auch wenn es sich um ein Tochterunternehmen von Fender handelt.
Wenn du dir hinsichtlich des Markennamens unsicher bist, kannst du auch in unserer vollständigen Liste anerkannter Marken nachschauen.
*Wenn dein Artikel ein Eigenfabrikat ist oder aus Teilen unterschiedlicher Hersteller besteht, kannst du in dieses Feld „Eigenfabrikat" oder „Partscaster" eintragen.
Warum das wichtig ist:
- Nutzer filtern ihre Suchergebnisse oft nach Marke. Im oberen Beispiel müsste der Filterbegriff lauten „Gibson Custom Shop ES-137" anstatt „Gibson". Nutzern, die nur „Gibson" als Suchbegriff eingeben, wird deine Anzeige also gar nicht angezeigt.
- Wenn du einen Artikel auf Reverb einstellst, veröffentlichen wir deine Anzeige auf zahlreichen externen Portalen und Werbekanälen wie Google Shopping. Das kostet Geld. Ohne korrekte Markenbezeichnung wird deine Anzeige nicht richtig erfasst und entsprechend von viel weniger potenziellen Käufern wahrgenommen.
Das Modell ist der Name, unter dem der Artikel eines Herstellers verkauft wird
Auf Instrumenten ist nicht immer die korrekte Modellbezeichnung angebracht wie beispielsweise auf einem Auto. Trotzdem ist es wichtig, hier möglichst präzise zu sein.
Eine „American Standard Stratocaster" ist nicht dasselbe wie eine „Standard Stratocaster". Ungenauigkeiten an dieser Stelle können irreführend sein und aufgrund der unterschiedlichen Wertigkeit der Modelle zu Konflikten hinsichtlich des Preises führen.
Bei Akustik- und elektrischen Semi-Hollows steht der offizielle Name für gewöhnlich auf dem Etikett im Inneren des Schall- oder F-Lochs. Bei anderen Artikeln, bei denen du dir bezüglich der korrekten Modellbezeichnung unsicher bist, kannst du dich per Live Chat an einen Reverb-Mitarbeiter wenden oder eine Mail an [email protected] schicken. Wir lieben es, Equipment zu identifizieren, egal, ob es sich um etwas ganz Alltägliches handelt oder ein Kuriosum.
Häufig geben Modellnamen von Zubehör wie beispielsweise IsoAcoustics ISO-L8R155 keinen Aufschluss darüber, worum es sich eigentlich handelt. In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Produktbezeichnung oder eine Beschreibung hinzuzufügen. Im vorliegenden Fall würde das folgendermaßen aussehen: "IsoAcoustics ISO-L8R155 Tischstativ für Lautsprecher."
WICHTIG: Gib kein Baujahr an und auch sonst kein Adjektiv, das nicht Teil der Modellbezeichnung ist.
Bei manchen neu aufgelegten Vintage-Modellen ist eine Jahreszahl angegeben (z. B. „Martin 000-18 1937 Golden Era" oder „American Vintage '57 Stratocaster"), aber sofern diese nicht wirklich offiziell Bestandteil der Modellbezeichnung ist, solltest du dir das für später aufheben.
*Gib für Händler mit Artikelnummern bitte im Feld „Modell" keine Teilenummern oder Artikelnummern ein. Das erschwert uns die Klassifizierung der Anzeige und führt letztlich dazu, dass sie von weniger potenziellen Käufern gesehen wird.
Das untenstehende Beispiel zeigt eine korrekte Gliederung der Informationen, die der Verkäufer alle in das Feld „Modell" gepackt hat.
Warum das wichtig ist:
- Auf diese Weise vermeidest du, dass ein Käufer das Modell verwechselt.
- Hilf uns, deine Anzeige korrekt zu kategorisieren und optimal in Sets und Suchergebnissen zu platzieren, damit deine Anzeige von mehr potenziellen Käufern gesehen wird.
In das Feld „Jahr" gehört das Baujahr des Artikels
Es kommt vor, dass Verkäufer „1954" eintragen für eine Neuauflage aus dem Jahr 2015. Das kann leicht passieren, ist aber für einen potenziellen Käufer klar irreführend.
Modelle ändern sich oft von Jahr zu Jahr, darum ist es wichtig, das korrekte Baujahr anzugeben. Das gilt insbesondere für Vintage-Instrumente.
Wenn du die Seriennummer herausfinden kannst, ist das oft der beste Weg, um das Baujahr zu bestimmen. Wenn du die Seriennummer hast, kannst du in unserer Datierungs- und Preisübersicht nachsehen. Hier sind die größten bekannten Hersteller aufgeführt.
Wenn du das Baujahr eingrenzen, aber nicht exakt angeben kannst, ist das trotzdem nützlich. „1970er" oder „1975-77" anzugeben ist immer noch besser als gar keine Angabe.
Bei kleinerem Zubehör (Kabel, Ständer, Mundstücke usw.) ist das Baujahr entbehrlich. Das gilt auch für das Feld „Finish", wenn es keine verschiedenen Finishes für dieses Zubehör gibt.
VERWANDTE ARTIKEL
Eye-Catcher in der Überschrift sind unnötig
AUFGEPASST! VERSANDKOSTENFREI! WOW-ANGEBOT
Bestenfalls ist deine Überschrift durch diese Füllwörter schlechter lesbar. Sie überdecken wichtige Fakten, die da sind: Hersteller, Modell, Baujahr und Finish.
Schlimmstensfalls schrecken sie potenzielle Käufer ab, die bei solchen Anpreisungen befürchten, bedrängt zu werden wie beim Gebrauchtwagenhändler. An dieser Stelle sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass eine Überschrift ganz in Großbuchstaben das Online-Äquivalent von Schreien ist. Wir belassen es bei Normalschrift.
Großbuchstaben haben auch oft zur Folge, dass Anzeigen auf Google und Bing gar nicht angezeigt werden.
Deine Anzeigenüberschrift wird automatisch generiert, wenn du die Felder Hersteller, Modell, Baujahr und Finish ausgefüllt hast. In der Regel sind diese Angaben nämlich ausreichend.
Dass du versandkostenfrei versendest, können Interessenten dies in deiner Anzeige nachlesen. Wie gepflegt, originalgetreu oder großartig dein Artikel ist, erkennt man an den Fotos und entnimmt man zudem deiner Artikelbeschreibung.
Bei guten Bildern und einer umfangreichen Beschreibung wird die untenstehende Überschrift weniger abschrecken und genauso gut funktionieren oder sogar besser.
Wenn du die Felder konsequent als separate Einheiten betrachtest, hilft dir das auch, beim Aufsetzen einer Anzeige Zeit zu sparen.
Der größte Vorteil besteht jedoch darin, dass deine Anzeige an mehr Stellen erscheint und von mehr Interessenten gesehen wird, was die Verkaufschancen erhöht.
Lies in Kürze auch Teil zwei dieses Beitrags, der sich mit der Formulierung einer Artikelbeschreibung befasst, die verhindern soll, dass du eine Flut von Fragen zum Artikel beantworten musst, und die zudem die Kaufentscheidung positiv beeinflusst.
Verkaufe jetzt auf Reverb