Als Aufnahmepulte in den 1970er und 80er Jahren immer leistungsfähiger wurden, begannen viele Bands mehr und mehr Spuren aufzunehmen und mit übereinanderliegenden Schlagzeugparts zu experimentieren. Eine von ihnen war The Smiths, und ein großartiges Beispiel für diese Art von Schlagzeug-Part-Experimenten ist auf "The Queen Is Dead" aus der gleichnamigen Platte der Band von 1986 zu hören.
Im Video oben zeigen der Toningenieur Noam Wallenberg und die Schlagzeugerin Jessica Burdeaux gemeinsam, wie man dieselben Techniken auch heute noch anwenden kann, indem sie diesen Klassiker-Drum-Part nachbauen.`
Zunächst führt uns Burdeaux durch das Drum-Kit, mit dem sie den Sound nachbauen — ein sehr reduziertes Setup, da jede Trommel einzeln aufgenommen wird. Wichtig sind hier Details wie das Entfernen des vorderen Kick-Drum-Fells für ein schnelleres Attack und verringerte Resonanz, und die Dämpfung der Floortoms, damit der zusätzliche Halleffekt im Mix Platz hat.
Anschließend führt uns Noam durch die Mikrofonierung, den Aufnahmeprozess und den Mix und demonstriert, wie The Smiths Effekte wie Plate Reverb auf den Toms einsetzten, ohne dabei Kick und Snare miteinzubeziehen und für die Snare Raummikros benutzten, die aber bei den Toms nicht zum Einsatz kamen.
Dieses Video ist der Nachfolger unserer Nachbildung des "Kiss" LinnDrum-Beats von Prince mit einem akustischen Schlagzeug vom letzten Monat. Falls ihr es nicht schon gesehen habt, solltet ihr da mal als nächstes reinschauen.